Die Europäische Agentur für Informations- und Netzsicherheit, kurz Enisa genannt, teilte jetzt mit, dass im Jahr 2008 die durch Manipulationen und Betrügereien am Geldautomaten entstandenen Schäden im Vergleich zu 2007 auf Besorgnis erregende 248 Prozent angestiegen sind. Die dadurch entstandene Schadenssumme belief sich europaweit auf fast eine halbe Milliarde der europäischen Gemeinschaftswährung.
Jeder kann davon betroffen sein, deshalb wird es immer wichtiger, dass man beim Umgang mit den Geldautomaten Vorsicht walten lässt, nicht dass das Geld, was man gerade aus einem mühsam erkämpften Kredit ohne Sicherheiten auf dem Konto gutgeschrieben bekommen hat, in die Hände krimineller Dritter fällt. Nun mag mancher sagen, das ginge ja gar nicht, weil die Banken eine Höchstsumme festlegen, über die man am Geldautomaten verfügen kann. Nur ist das kein wirklicher Schutz, denn wenn ein Unbefugter die Daten der Kreditkarte samt PIN ausgelesen hat, könnte er damit zum Beispiel auch Dinge bestellen und mit den Kartendaten bezahlen.
Die Enisa warnt nicht nur davor, dass man bei der Nutzung von Geldautomaten Dritten keinen direkten Einblick gewährt, sondern betont noch einmal nachdrücklich, dass auch an den Automaten selbst manipuliert werden kann. Das soll in Einzelfällen sogar so weit gehen, dass komplette Automaten gestohlen werden. Sollte die Karte beispielsweise im Automaten stecken bleiben, wird dringend zu einem sofortigen Kontakt sowohl mit der Betreiberbank des Automaten als auch mit der das Konto führenden Bank geraten.
Die Wahrscheinlichkeit manipulierter Automaten ist besonders dort sehr groß, wo es keine permanente Überwachung durch Sicherheitskameras gibt oder diese so ungünstig angebracht worden sind, dass man mit ein oder zwei Personen die Sicht auf den Geldautomaten komplett verdecken kann. Das ist in Einkaufspassagen sowie Bahnhöfen häufig der Fall.
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