In einer aktuellen Pressemeldung macht der Verband deutscher Bauherren darauf aufmerksam, dass man neu errichteten Wohnraum heute nur vermieten kann, wenn der Energieausweis für die betreffenden Gebäude vorgelegt werden kann. Diesen zu bekommen, kostet den Bauherren Geld, denn es rücken Energieexperten an, die sich die Isolierung des Gebäudes sowie Fenster und Türen anschauen, Messungen vornehmen und am Ende daraus den durchschnittlich anfallenden Energieverbrauch für die Heizung errechen. Einige Bauherren versuchen, die dafür anfallenden Gebühren auf die Mieter umzulegen. Das ist rechtlich nicht zulässig.
Dennoch ist die Vermietung eine Möglichkeit, die finanzielle Last der Baufinanzierung zu mindern. Das Zauberwort heißt hier Einliegerwohnung. Der Vorteil für die Bauherren ist, dass kleinere Wohnungen jetzt sehr stark nachgefragt werden. Besonders der Wohnraum, der maximal 45 Quadratmeter hat, ist bei einem vernünftigen Mietniveau meistens binnen weniger Tage an den Mann gebracht. Dabei sollte man die Kaltmiete so festsetzen, dass sie bei einer nur für eine Person geeigneten Wohnung 285 Euro nicht überschreitet, um sie auch für Zielgruppen mit sozialen Bezügen interessant zu machen.
Wer durch seinen Mieter möglichst wenig gestört werden möchte, der sollte den Zuschnitt seines Hauses gleich so planen, dass die Einliegerwohnung einen separaten Zugang hat. Außerdem ist es wichtig, die Versorgung mit Energie, Wärme und Wasser gleich so zu konzipieren, dass sie separat abgerechnet werden kann. Das erhöht zwar die Kosten für die Baufinanzierung ein wenig, macht sich aber später positiv bemerkbar. Den Beitrag zur Baufinanzierung kann dieser Wohnraum entweder durch eine Fremdvermietung leisten oder man nimmt dort zum Beispiel die Eltern auf.
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