Da Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes aufgrund ihrer Stellung in der Regel nicht mit einem Einkommensausfall rechnen müssen, gelten sie bei Banken als besonders kreditwürdig. Das spiegelt sich auch in den so genannten Beamtendarlehen wider, die sich durch günstige Konditionen auszeichnen. Was viele nicht wissen: Das Beamtendarlehen richtet sich nicht ausschließlich an Beamte. Auch andere Berufsgruppen können den günstigen Kredit in Anspruch nehmen. Möglich ist das für Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst, wenn sie entweder unkündbar oder seit fünf Jahren beim selben Arbeitgeber sind, Beamte auf Probe, Pensionäre und mittlerweile auch für Akademiker. Voraussetzung bei Akademikern ist ebenfalls, dass sie fünf Jahre lang denselben Arbeitgeber haben.
Ein Beamtendarlehen unterscheidet sich in mehreren Punkten von einem herkömmlichen Ratenkredit. Es handelt sich um ein endfälliges Darlehen und es gelten andere Laufzeiten. Der Kredit läuft in der Regel über zwölf bis 20 Jahre. Während dieser Zeit zahlt der Kunde nur die anfallenden Zinsen und die Beiträge für eine Lebensversicherung, die gesondert abgeschlossen wird. Mit ihr löst der Kreditnehmer das Darlehen zum Ende der Laufzeit ab. Das hat gleich zwei Vorteile: Einerseits sind die Raten für die Lebensversicherung durch die längere Laufzeit und den günstigen Festzins normalerweise deutlich niedriger als für einen Ratenkredit. Anderseits bietet die Versicherung der Familie des Kreditnehmers eine Absicherung für den Todesfall.
Sollte mit der Lebensversicherung ein Überschuss erwirtschaftet werden, kann sich der Kunde das Geld auszahlen oder das Kapital direkt in die Tilgung fließen lassen. Je nach Anbieter und Vertrag ist es zudem möglich, durch Sondertilgungen den Kredit vorzeitig abzulösen. Dadurch spart man auch bei den Zinsen für das Beamtendarlehen.
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