Die letzte Auktion der Krisenländer Spanien und Italien wurde am Anleihenmarkt von Händlern und Analysten mit Spannung erwartet. Auch Spanien ist es gelungen, seine Anlagen relativ günstig am Markt zu platzieren – trotz des Bekanntwerdens des Haushaltsdefizits, das weit größer ist als bisher angenommen wurde.
Frisches Kapital zum guten Preis
Die beiden Länder konnten doppelt so viel Geld einbringen wie erwartet und mussten bei weitem nicht so hohe Zinsen zahlen, wie im Vorfeld von Analysten prognostiziert wurde. Während sich Spanien zehn Milliarden Euro frisches Kapital besorgte, sammelte Italien rund zwölf Milliarden Euro ein. Dementsprechend gut war die Stimmung an Europas Börsen, Der EruoStoxx 50 und der deutsche Leitindex legten am Mittwoch um über ein Prozent zu.
Niedrige Zinsen für italienische und spanische Anleihen
Für seine dreijährigen Anleihen musste Spanien nur mehr zwei Prozent weniger Zinsen zahlen wie bei seinen letzten Auktionen: 3,38 Prozent. Auch für Italien war die Auktion ein Freudentag. Bella Italia musste nur mehr halb so viel Zinsen bezahlen, wie bei den letzten Auktionen: 2,735 Prozent für die einjährigen Anleihen, 1,644 für dreimonatige Papiere. Die gelungene Platzierung der Anleihen wird als Hoffnungsschimmer in der Euro-Krise gesehen. Positive Nachrichten gibt es auch aus dem Bereich italienische Industrieproduktion: Die wuchs nämlich entgegen aller Erwartungen im letzten Monat um 0,3 Prozent.
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