Immer undurchsichtiger wird offenbar die Lage auf dem us-amerikanischen Immobilienmarkt. Der Grund dafür liegt in der Arbeit der dortigen Banken, die oftmals schon kurze Zeit später nicht mehr in der Lage sind, einen Nachweis der Zugehörigkeit der Hypotheken zu erbringen, die in Paketen an andere Investoren verkauft wurden.
Allerdings scheint sich diese Situation zwar negativ auf das Image der betreffenden Banken aber positiv auf die soziale Lage der in Not geratenen Eigentümer auszuwirken, denn erstmals wurde einem Verkauf richterlich widersprochen. Das heißt konkret, dass der betreffende Eigentümer trotz erheblichem Zahlungsrückstand seine Immobilie behält, da kein realer Nachweis über einen Rückstand erbracht werden kann.
Trotzdem muss man schon eine gewisse Portion an Mut und Entschlossenheit aufbringen, um wirklich vor Gericht eine solche Sachlage durchzustehen und gegen große Finanzimperien anzukämpfen. Und trotzdem stehen die Chancen nicht schlecht, wie der Fall des New Yorker Anwalts David Shaev beweist. Immerhin beseitigte ein Gericht die Schulden seiner Mandantin von knapp einer halben Millionen US-Dollar, da die Richter keinen Beweis einer Nachvollziehbarkeit des Eigentums an der betreffenden Hypothek finden konnten.
Ob daraus nun ein Präzedenzfall wird bleibt vorerst noch unklar. Sicher ist zumindest, dass das Urteil genügend Gesprächsstoff auf juristischen Tagungen und Kongressen liefert. Eine Orientierung weiterer richterlicher Entscheidungen in ähnlichen Fällen an diesem spektakulären Prozess ist somit sehr wahrscheinlich.
Um in ähnlichen Situationen als Sieger hervorzugehen ist es aber wichtig, dass der betreffende Eigentümer bis zur Verhandlung und zum richterlichen Urteil in seinem Haus verbleibt und sich nicht zu einem Auszug zwingen lässt. Alles andere könnte sonst als ein Schuldeingeständnis gewertet werden und sich wiederum negativ auf die richterlichen Entscheidungen auswirken. Allerdings bleibt nun noch die Auswirkung auf die europäische Justiz abzuwarten, die sicher nicht lange auf sich warten lassen wird.
Ähnliche Blog Beiträge
- Reiserücktritt – Trotz gebrochenem Nasenbein in den Urlaub Grundsätzlich – so eine richterliche Entscheidung – ist ein gebrochenes Nasenbein keine schwerwiegende Erkrankung. Einem planmäßigen Antritt der Flugreise in den Urlaub steht somit nichts entgegen, sofern nicht am Abreisetag...
- Bankkunden durch Bundesgericht gestärkt! Ein neues Urteil vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe stärkt den Bankkunden den Rücken und wird daher vor allem von Verbraucherschützern begrüßt. Demnach müssen Banken ihre jeweiligen Kunden umfassend, ausführlich und verständlich...
- Banken unterlaufen oft Formfehler bei der Kündigung von Krediten Der Trend, einen Kredit aufzunehmen, um eine Anschaffung zu finanzieren, ob nun Auto, Möbel oder vielleicht auch den Urlaub, ist ungebrochen. Angebote für günstige Kredite gibt es reichlich und dank...
- Neue Herausforderungen für Deutsche Banken – Kreditausfälle Das Jahr 2010 könnte für die Banken noch schlechter starten. Kreditausfälle seien vorprogrammiert, dadurch müssten die Banken ihre Rücklagen in Anspruch nehmen. Jürgen Fitschen, Vorstandsmitglied bei der Deutschen Bank, warnt...
- Kredite – Banken sind vorsichtiger Laut dem KfW Chef Schröder sind die Banken vorsichtiger, und momentan tun sich Unternehmen daher schwer, an Kredite zu kommen. Dies betrifft vor allem kleine Firmen. Die KfW Bank hat...
- Banken vergeben immer weniger Kredite? Da Banken in Deutschland angeblich immer weniger Kredite vergeben, sind sie seitens des Bundespräsidenten erheblich starker Kritik ausgesetzt. Er meint, die Kreditverweigerung würde der wirtschaftlichen Regeneration schaden. Eine Kreditklemme soll...
- Kredite bei Online Banken Die Suche nach Kredite Online Banken ist in diesem Fall nicht zielführend, da ein Kredit von einer Onlinebank nicht in jedem Fall effektiver oder zinsgünstiger ist als von einer Bank,...
- Geldanlagen für Krankenkassen Dass das Tagesgeld und das Festgeld nicht nur für den privaten Anleger interessant sind, beweisen die aktuellen Entscheidungen des Bundessozialgerichtes. Inhalt der Verhandlung war die Tatsache, dass eine Ersatzkasse sich...