Wer schnell flüssige Mittel benötigt, der hat heute verschiedene Möglichkeiten zu Geld zu kommen. Aktuell wurde von der Versicherungswirtschaft eine Statistik veröffentlicht, die besagt, dass in diesem Fall die Menschen häufig ihre Lebensversicherungen kündigen. Seit Beginn der Finanzkrise sind auf diese Weise Policen im Wert von mehr als vierzehn Milliarden Euro aufgelöst worden. Dabei sollte die Kündigung der Lebensversicherung zur Geldbeschaffung immer der Letzte der möglichen Wege sein, weil er immer mit Nachteilen für die Versicherten verbunden ist. Nicht nur der Schutz geht verloren, sondern man muss auch finanzielle Einbußen hinnehmen.
Dabei stehen auch im Zusammenhang mit den Versicherungen deutlich bessere Wege zur Verfügung. Einerseits lassen sich die meisten Verträge auch beleihen. Dann kann man den geliehenen Betrag entweder zusätzlich zu den laufenden Beiträgen zurück führen, um die ursprünglich vereinbarte Ablaufleistung wieder zu erreichen. Anderseits steht die Möglichkeit zur Verfügung, über die Restlaufzeit nur die Zinsen zu zahlen. Dann wird der Kreditbetrag mit der Ablaufleistung verrechnet.
Eine Versicherung kann in Höhe des Rückkaufwertes auch als Sicherheit für einen Kredit bei der Hausbank eingesetzt werden. Die Verpfändung von Guthaben aus LV Policen hat für die Banken den Vorteil, dass sie im Ernstfall sehr schnell zu ihrem Geld kommen, weil sie den Kreditkunden dann zwingen können, den Versicherungsvertrag zu kündigen. Der verpfändete Betrag wird dann von der Gesellschaft direkt an die jeweilige Bank ausgezahlt. Als durchaus rentable Möglichkeit steht auch der Verkauf einer Versicherung zur Auswahl. Hier muss man in der Regel keine Einbußen hinnehmen, weil sich die Vorteile eines Verkaufs sowohl auf Seiten des Verkäufers als auch auf Seiten des Käufers verteilen.
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