Die internationale Finanzkrise zieht weite Kreise und setzt der Wirtschaft weltweit massiv zu. Die aktuelle Wirtschaftslage hat aber nicht nur jetzt Konsequenzen, denn die gegenwärtigen Folgen wirken sich ebenfalls auf die Zukunft aus. So befürchtet die Deutsche Rentenversicherung (kurz DRV), dass die Altersarmut erheblich steigen könnte. Dies hängt im Wesentlichen mit der hohen Arbeitslosigkeit und den extremen Niedriglöhnen zusammen, schließlich bedeutet dies niedrigere Rentenbeiträge, sodass die Höhe der zu erwartenden gesetzlichen Rente sinkt.
Insbesondere der massive Wachstum des Niedriglohnsektors bereite Herbert Rische, dem Präsidenten der DRV, große Sorgen. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ wies er daraufhin, dass sich die Situation zunehmend verschärfe und die Altersarmut zu einem erheblichen Problem werden könne. Wer sich derzeit im Zuge der noch immer anhaltenden Finanzkrise in Kurzarbeit befindet, zahlt einen geringeren Beitrag in die Rentenkasse ein und muss daher nicht nur momentan, sondern auch im Rentenalter mit weniger Geld auskommen. Rische machte deutlich, dass die gesetzliche Rente aufgrund der gegenwärtigen Situation künftig oft nicht mehr ausreichen werde.
Grundsätzlich sollte man daher über eine zusätzliche, private Altersvorsorge nachdenken, die ein finanzielles Defizit auffangen könnte. Wer aber unter der Finanzkrise leidet und vielleicht sogar arbeitslos geworden ist, kann sich eine private Rentenversicherung nicht leisten, sodass diese für die Masse nicht in Frage kommt. Aus diesem Grund forderte DRV-Präsident Herbert Rische der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ gegenüber eine Umstrukturierung der hiesigen Sozialversicherungssysteme, schließlich reichen diese schon längst nicht mehr aus.
Die Bundesregierung muss also schon bald eine adäquate Lösung für dieses Problem finden, um eine massive Altersarmut der Bevölkerung abzuwenden.
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