Dass das Misstrauen der Menschen durch die Auswirkungen der Finanzkrise 2008 stark gewachsen ist, zeigen die Statistiken zu den Verkaufszahlen bei den fondsgebundenen Riester Versicherungen. In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2008 wurden die Zahlen des Vorjahres nur knapp verfehlt. Im dritten Quartal verfehlte man die Anzahl der Abschlüsse des Vergleichszeitraumes schon um ein ganzes Drittel. Noch deutlicher zeigte sich der Einbruch im vierten Quartal. Hier schlugen nur knapp 150.000 Neuabschlüsse zu Buche, während man im Vorjahr in der gleichen Zeit mehr als 300.000 Verträge unter Dach und Fach bringen konnte. Auch die ersten beiden Quartale 2009 lagen bei weniger als der Hälfte des Vergleichzeitraumes des Jahres 2008.
Während Otto Normalverbraucher sein Misstrauen gegen diese Finanzmarktprodukte offen zum Ausdruck bringt, schütteln die Finanzexperten darüber die Köpfe, denn dieser Rückgang ist aus Sicht der großen Broker unlogisch. Die größten Renditen lassen sich langfristig gerade dann erzielen, wenn man sich zu Zeiten niedriger Kurswerte in einen Fonds einkauft. Und die Rentenversicherung hat ja in der Regel Laufzeiten, die sogar bei mehreren Jahrzehnten liegen.
Schaut man sich die Konjunkturkurven des letzten Jahrhunderts an, dann wird eine Art regelmäßige Kurve offensichtlich. Auf jeden Rückgang folgte auch wieder ein Aufschwung und das wird auch dieses Mal nicht anders sein. Wer aus diesem Aufschwung Gewinn ziehen möchte, der sollte den Mut haben und langfristig in Investmentfonds investieren. Eine Minimierung des Kursrisikos kann man erzielen, wenn man bei der Auswahl eines solchen Fonds darauf achten, dass er sowohl regional als auch branchenübergreifend streut und vor allem auch so genannte Technologieunternehmen verstärkt in seine Anlagepolitik mit einbezieht.
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