Die gesetzliche Rente fällt zwar nicht üppig aus, doch bislang ist diese in den meisten Fällen ausreichend, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Im Zuge steigender Preise und einer zunehmenden Alterung der deutschen Bevölkerung könnte dies in wenigen Jahren aber schon vollkommen anders aussehen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (kurz DIW) hat sich nun intensiv mit der gesetzlichen Rente befasst und ist zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen. So soll die gesetzliche Rente bereits in rund 20 Jahren nicht mehr zur Bestreitung der grundlegendsten Lebenshaltungskosten ausreichen.
Insbesondere in den neuen Bundesländern würde sich die Lage bis zum Jahr 2030 dramatisch verschärfen, wie Focus Online berichtet. Selbst 20 Jahre nach der Wiedervereinigung dominiert in Ostdeutschland vielerorts die Arbeitslosigkeit. Die DIW-Forscher bezeichnen die gesetzliche Rente als Spiegel des gesamten Erwerbslebens, sodass diejenigen, die von Langzeit-Arbeitslosigkeit betroffen sind, nur eine äußerst geringe Rente zu erwarten haben. Im Westen der Republik zeigt sich ein ähnliches Bild, die Arbeitslosigkeit ist dort zwar noch nicht so hoch wie in den neuen Bundesländern, aber dennoch allgegenwärtig.
Aber auch alle anderen werden dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zufolge von dieser negativen Entwicklung betroffen sein. DIW-Berechnung haben ergeben, dass die heute 40-Jährigen eine durchschnittliche Rente von unter 600 Euro zu erwarten haben. Demnach wird die Altersarmut hierzulande zu einer immer größeren Bedrohung, die schon in wenigen Jahren einen enormen Teil der Bevölkerung treffen könnte. Wer im Alter nicht auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sein will, sollte sich frühzeitig um eine private Rentenvorsorge kümmern, denn eine grundlegende Änderung des hiesigen Rentensystems ist schließlich nicht in Sicht.
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