Dieser Tage treffen sich die Experten aus der europäischen Wirtschaft und Top-Politiker auf dem Weltwirtschafsforum in Davos zum Gespräch. In aller Munde ist das Thema der „Zukunft der Eurozone“ und das größte Sorgenkind der europäischen Staatengemeinschaft: Griechenland.
Gespräche mit privaten Gläubigern
Luxenburgs Premier Jean Claude Juncker schlug in der Debatte um Griechenland einen neuen Ton an. Er sprach davon, dass eventuell auch die EZB und die Euro-Staaten über einen Schuldenschnitt nachdenken sollten und Griechenland mit einem Erlass der Schulden unter die Arme greifen müssten. Die Regierung in Athen verhandelt bereits mit privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt in Höhe von 50 Prozent der Forderungen. Dieser Schuldenerlass ist die Voraussetzung dafür, damit Griechenland ein weiteres Hilfspaket von den Euro-Ländern und dem Internationalen Währungsfonds erhält. Mit gewährten 120 Milliarden Euro soll Athen seine Schulden bis 2020 auf 120 Prozent des BIP drücken.
Düstere Zukunft
Auch wenn die Rettung des Landes durch das Hilfspaket gelingen sollte, schaut die Zukunft düster aus. Griechenland befindet sich bereits im fünften Jahr der Rezession. Jeden Tag wächst das Handelsbilanzdefizit um 75 Millionen Euro. Tausende Griechen sind ohne Jobs – die Konjunktur kommt nicht in Schwung. Gerüchten zufolge wappnen sich deutsche Großunternehmen bereits inoffiziell gegen eine Rückkehr zur Drachme.
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