Verbraucherschützer raten zur kostenlosen Kreditkarte
7. Juli 2008 von Kredit
Schlicht und einfach ist oft am besten. Das gilt nach Aussage der Verbraucherzentrale Hamburg auch für Kreditkarten. Statt zu VISA- oder MasterCard mit allerlei Zusatzleistungen raten die Experten nach Möglichkeit zu einer günstigen, wenn nicht gar kostenlosen Kreditkarte, mit der man einfach nur zahlen kann. Wenn eine Jahresgebühr verlangt werde, seien 25 Euro noch im Rahmen. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass sie möglichst weltweit akzeptiert werde und nur geringe Gebühren anfallen.
Wenig halten die Verbraucherschützer von Kreditkarten mit „Revolving Funktion“. Sie erlaube dem Nutzer aufgrund einer Art Dispositions-Kredit mehr Geld auszugeben, als Guthaben auf dem Konto sei. Die Rückzahlung erfolge bei diesem Modell ganz nach Wunsch des Kunden, statt zum Monatsende oder einmal im Quartal. Dadurch würde die Summe, die zurückgezahlt werden müsse, sehr schnell anwachsen. Denn teilweise würden bis zu 19 Prozent Soll-Zinsen verlangt. Im Schnitt, hat die Stiftung Warentest ermittelt, liege der Zinssatz bei 13 Prozent. Wer nur die Mindestrate bezahle, baue sich auf diese Weise einen relativ hohen Kredit auf.
Bei den übrigen Zusatzleistungen wie Rabatten bei der Reisebuchung, einer Reiserücktrittskostenversicherung, sollte der Urlaub mit der Kreditkarte bezahlt worden sein, oder Bonusmeilen, sind die Verbraucherzentralen ebenfalls eher kritisch. Sie seien nicht unbedingt teuer, kosteten aber oft mehr als sie brächten. Wichtig sei, sich die Geschäftsbedingungen für die Kreditkarte sehr genau durchzulesen und dabei vor allem auf die Zahlungsvereinbarungen zu achten. Denn bei vielen Karten bestehe die Möglichkeit, zu entscheiden, in welchem Turnus die Rechnung bezahlt werde. Das müsse direkt bei Vertragsabschluss geschehen.
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