Wer sein Erspartes gewinnbringend anlegen möchte, findet in seiner Hausbank für gewöhnlich einen kompetenten und zuverlässigen Ansprechpartner. In vielen Fällen haben Laien jedoch Probleme, ihrem Bankberater zu folgen, schließlich verfügen sie über keinerlei finanzwirtschaftliches Fachwissen und sind daher nicht mit den verschiedenen Begrifflichkeiten vertraut. Aus diesem Grund müssen viele Anleger ihrer Bank wohl oder übel blind vertrauen und haben somit keine Möglichkeit, die Geldanlage selbst realistisch einzuschätzen.
Dem wollen nun einige Kreditinstitute Abhilfe schaffen, indem sie ihren Kunden neue Produktinformationen zur Verfügung stellen. Mithilfe dieser soll es fortan wesentlich einfacher sein, Geldanlage-Produkte miteinander zu vergleichen und die jeweiligen Risiken und Chancen abzuwägen. Auf diese Art und Weise soll das Anlage-Geschäft auch für Laien verständlich und transparent werden.
Wie der „Tagesspiegel“ am gestrigen Sonntag berichtete, planen praktisch sämtliche Großbanken die Einführung solcher Produktinformationen. Mit den sogenannten Beipackzetteln gibt die deutsche Bankenwirtschaft dem Druck der Politik nach und erhofft so, eine gesetzliche Regelung zu verhindern. Bislang existiert noch kein entsprechendes Gesetz, sodass die Institute bei der Gestaltung dieser Produktinformationen freie Hand haben.
Bei der ING DiBa sind solche Beipackzettel bereits seit September letzten Jahres Standard, sodass jeder Anlage-Interessent automatisch eine derartige Produktinformation erhält und anhand dieser eine adäquate Entscheidung treffen kann. Nachdem die Deutsche Bank in der vergangenen Woche neue Produktinformationen eingeführt hat, werden nun wohl auch die anderen Großbanken Deutschlands nachziehen. So bestätigte ein Sprecher der Hypo-Vereinsbank dem „Tagesspiegel“ gegenüber, dass es schon in naher Zukunft ein ganzes Maßnahmenpaket geben würde, das den Umfang einer simplen Produktinformation bei Weitem übersteige.
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