Grundsätzlich gilt, je eher man mit der privaten Altersvorsorge beginnt, desto besser ist man später gestellt. Ein früher Beginn mit der Altersvorsorge hat durchaus ein paar sehr praktische Vorteile. So kann man als junger Mensch auch mit niedrigen Beiträgen einsteigen, die sich durch die extrem langen Laufzeiten zu ganz ansehnlichen Renten summieren. Als besonders gut haben sich hier die Verträge mit Progression erwiesen.
Diese vertraglich vereinbarte Möglichkeit der jährlichen Beitragsanpassung kann man annehmen, muss man aber nicht. Letztendlich ist es aber ratsam, die Beitragsanpassung mitzunehmen, weil man dadurch die Verluste ausgleichen kann, die durch eine mögliche Inflation entstehen. Außerdem passt sich so die später erzielbare Rente der Entwicklung der Durchschnittseinkommen an. Wer beim Einkaufen und Bezahlen von Versorgerrechnungen genauer hinschaut, der stellt auch fest, dass sich die Preise ständig erhöhen. Auch das lässt sich mit einer Progression gut abfangen.
Die Möglichkeit der Progression gibt es bei allen Arten der privaten Altersvorsorge. Auch für die zertifizierten Verträge, mit denen man staatliche Zuschüsse für die Altersvorsorge beanspruchen kann, sehen zum Teil eine Progression vor. Neben der reinen Absicherung der Altersrente bietet sich die Progression auch bei Versicherungen zur Berufsunfähigkeit und bei der Unfallversicherung an. Auch hier hat man teilweise sehr lange Laufzeiten, in denen sich eine mögliche Inflation oder eine Veränderung der familiären Situation ein höherer Bedarf ergeben könnte. Setzt man bei der Altersvorsorge auf Sparanlagen, kann man die Progression über Zuwachssparen erreichen oder man legt parallel Festgeldkonten mit unterschiedlichen Laufzeiten an. Die Möglichkeiten, eine angebotene Progression ausschlagen zu können, sind in den jeweiligen AGBs zu den einzelnen Versicherungen bei den Gesellschaften unterschiedlich geregelt.
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