Am vergangenen Wochenende entzog der Ratingriese Standard & Poor’s gleich neun Euroländer ihre bisherige Kreditbewertung und setzte sie um eine Stufe herab. Nun werden Gerüchte laut, dass auch die Ratingagentur Fitch nachziehen wird.
Standard & Poor’s stuft neun Euroländer herab
Vergangene Woche senkte die Ratingagentur Standard & Poor’s die Bonitätsnoten von neun Euroländern, auch Österreich und Frankreich verloren ihre Bestnote AAA. Außerdem wurden Spanien, Malta, Zypern, Slowakei, Slowenien und Portugal herabgesenkt. Deutschland behielt seine Topbewertung. Die Aussicht für Italien wurde von A auf BBB+ gesenkt. Die Begründung für die Herabsenkung seien laut S&P die ausbleibenden nötigen Schritte, um der Euro-Schuldenkrise effektiv entgegenzutreten. Am Freitag und am Samstag schlossen die Börsen in Europa und den USA aufgrund der Bewertungen mit einem leichten Minus. Die Herabstufung könnte die Kreditkosten für die Euroländer in die Höhe treiben und die Schuldenkrise noch verschlimmern, meinen Experten.
Auch Fitch plant Herabstufung von sechs europäischen Staaten
Wie nun bekannt wurde, wird auch die Ratingagentur Fitch die Euroländer im Laufe des Monats herabstufen. Italiens Bewertung könnte gar um zwei Stufen gesenkt werden – dies würde für den Stiefelstaat bedeuten, noch mehr Geld aufbringen zu müssen, um seine laufenden Schulden zu finanzieren. Österreich und Frankreich können bei Fitch wahrscheinlich ihre Bestnote behalten, Belgien wird hingegen von Fitch herabgestuft werden.
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