Die Mängel der Riester Rente wurden nun durch eine Studio der Verbraucherzentrale nicht nur offensichtlich, sondern auch den verantwortlichen Politikern, Verbänden und den ggf. interessierten Sparern offenbart. Demnach bleibt nach Auffassung der Verbraucherzentrale bei der aktuellen gesetzlichen Fassung der Riester Rente der Sparer in nahezu allen Fällen auf der Streck, denn die Bedingungen sind viel zu kompliziert und die Gebühren zu hoch, als dass man von einer Altersvorsorge sprechen könnte. Oftmals würden die staatlichen Zulagen durch einen tatsächlichen oder erfundenen Vorfall wieder abgezogen und der Sparer hat, wenn überhaupt, nur sein angespartes Guthaben zur Verfügung.
Dabei droht aber nach Rentenbeginn eine hohe Versteuerung der Rente, so das es oftmals besser sei – so die Verbraucherzentrale – gleich eine ordentliche private Vorsorge zu treffen und auf die vermeintlichen Förderungen zu verzichten. Grundsätzlich landen viele angeblich staatliche Zuschüsse als Provisionszahlungen bei den Anbietern. Auch besitzen Kunden kaum Informationen über evtl. versteckte Kosten, die bei einem Wechsel der Anbieter auftreten können. Um also wirklich einen Nutzen aus der Riester Rente zu ziehen, wird gemäß den Verantwortlichen der Studio häufig mehr spielerischen Glück benötigt als das sich der Kunde Sachwissen aneignen könne.
Hier drohen also dem geneigten Kunden bzw. Sparer Einbußen von mehreren Tausend Euro. Wenn also ein heute 30jähriger Sparer einen Riester Vertrag abschließen sollte, so hat er bis zum Rentenbeginn einen durchschnittlichen Verlust von etwa 9128 Euro. Da sollte man sich auch als Kunde fragen, ob man nicht besser auf solide und vollkommen private Geldanlagen und Vorsorgeprodukte ausweichen sollte, statt sich vermeintlichen Zulagen von staatlicher Seite und somit gesetzlichen Zwängen unterzuordnen.
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