Für ältere Menschen, die im Ruhestand oder kurz davor sind und eine größere Summe Geld zur Verfügung haben, bietet sich die Möglichkeit einer Sofortrente.
Man zahlt einen Summe, z.B. 100.000 Euro, an eine Bank oder Versicherungsgesellschaft. Das Geld wird dann plus Zinsen ab sofort Monat für Monat zurückerstattet.
Der Versicherer garantiert eine Mindestrente, die auf jeden Fall gezahlt wird. Außer dem eingezahlten Betrag und den Zinsen kommt noch ein variabler, nicht garantierter Betrag hinzu. Dieser summiert sich aus den Überschüssen, d.h. den Gewinnen die die Bank oder die Versicherungsgesellschaft mit dem Geld erzielen. Da aber die Gewinne von Wirtschaftslage und dem geschäftlichen Geschick des jeweiligen Versicherers abhängig sind, unterliegen die Überschusszahlungen Schwankungen und können selbstverständlich nicht garantiert werden.
Der Kunde hat verschiedenen Möglichkeiten, wie er sich die Überschüsse auszahlen lassen kann. Da wäre zum einen die so genannte konstante Rente. Bei dieser Form der Auszahlung kalkuliert der Anbieter die möglichen anfallenden Gewinne zu der garantierten Mindestrente dazu. Da aber niemand mit Gewissheit Gewinne voraussagen kann, ist es eine etwas riskante Variante. Denn fallen die Überschüsse schlechter aus als erwartet, kann es zu einer Rentenkürzung kommen.
Wem diese Variante zu riskant ist, der kann sich auch für die sichere, volldynamische Rente entscheiden. Hier wird Anfangs nur der garantierte Mindestbetrag ausgezahlt. Erst wenn die Überschüsse sicher sind, also vom Anbieter tatsächlich erzielt wurden, werden diese zusätzlich ausbezahlt. Der Rentenbezieher erhält dann mal mehr und mal weniger Geld, je nachdem wie die Überschüsse ausfallen.
Wichtig bei dieser Form der Sofortrente ist, dass sie während der Vertragslaufzeit stetig ansteigt und somit, im Gegensatz zur konstanten Rente, vor Inflation geschützt ist und dass eine Rentenkürzung nicht mehr möglich ist. Wem beide Möglichkeiten nicht sympathisch sind, der kann auch eine Mischung aus beiden Varianten wählen, die teildynamische Rente. Hier ist die Anfangsrente etwas höher als bei der volldynamischen Rente, dafür fallen die Überschüsse aber geringer aus.
Man kann im Rentenvertrag auch festhalten, dass im Falle des Todes des Rentenbeziehers vor Auslauf des Vertrages die vorher bestimmten Erben den noch ausstehenden Betrag gezahlt bekommen. Hierbei kann man sich aussuchen, ob die Rente übertragen werden soll oder ob man den gesamten Betrag auf einmal ausbezahlen lassen will. Auch kann man eine Rentengarantiezeit vereinbaren. Allerdings werden dem Kunden bei solchen Vereinbarungen Prozente von den Überschüssen abgezogen, die je nach Anbieter variieren.
Sicherlich gibt es heutzutage auf dem Kapitalmarkt unzählige andere Angebote sein Geld zu investieren, die höhere Zinsen versprechen. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass hohe Zinsen auch automatisch hohes Risiko bedeuten. Auch ist die Sofortrente eine bequeme Art, zusätzlich zur gesetzlichen Rente Geld zu verdienen.
Aber jeder sollte für sich entscheiden ob er sein Geld für hohe Zinsen riskiert oder ob er kleinere, dafür aber sichere und bequeme Gewinne vorzieht.
Ähnliche Blog Beiträge
- Riester Rente Heutzutage ist es in Deutschland so, das ein immer weiter sinkendes Rentenniveau zu verzeichnen ist. Somit wird im Alter die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen, um eine Lebensführung wie gewohnt...
- Wechseloption für eine höhere private Rente Verträge für die private Altersvorsorge laufen über etliche Jahre. Teilweise sind es bis zu 70 Jahre vom Vertragsabschluss bis zur letzten Rentenzahlung. Daraus ergibt sich ein Problem: Policen, die heute...
- Rürup Rente Eine entsprechende Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente ist heutzutage von großer Wichtigkeit. Selbständigen und Gewerbetreibenden fehlte allerdings bis vor kurzem die Möglichkeit, sich zum Beispiel mit Hilfe der Riester-Rente entsprechend...
- Riester-Rente boomt Die Riester Rente boomt. Nach einem durchwachsenen ersten Quartal legte die private Rentenversicherung nach Riester wieder deutlich zu. Rund 484.000 Verträge wurden von April bis Juni abgeschlossen. Das Bundesarbeitsministerium, das...