Vorzeitiges Ende des Streiks, dennoch zahlreiche Flugausfälle
Nach einem Tag wurde der Streik der Piloten abgebrochen. Der Flugplan konnte jedoch noch nicht wieder wie gewohnt fortgesetzt werden, wodurch es zu Verzögerungen kommt. Noch bis Freitag dürften die Auswirkungen des kurzen Streiks zu spüren sein. Auch Germanwings, die kleine Tochter, sowie die Cargo-Fracht sind davon betroffen.
Dazu die FAZ, 23.02.2010:
„Auch am Dienstag [2010-02-23] wird die größte deutsche Fluggesellschaft nur mit dem reduzierten Sonderflugplan fliegen, der eigentlich für den zweiten Streiktag vorgesehen war. Damit dürfte wie bereits am Montag etwa jeder zweite Flug ausfallen.“
>>Lufthansa fliegt auch nach Streik-Abbruch nur mit Notplan
Die Presse, 23.02.2010: Die Lufthansa fliegt bis Freitag gemäß ihrem Notfalls-Flugplan, obwohl der Streik bereits wieder abgebrochen ist. Auch am Dienstag [2010-02-23] sind wieder etliche Flugausfälle zu beklagen. Rund jeder zweite Flug fällt aus.
>>Lufthansa: Trotz Streik-Ende fallen zahlreiche Flüge aus
Pilotenstreik ausgesetzt: Lufthansa fliegt wieder
Der Standard, 23.02.2010: Zahlreiche Abflüge aus Wien sind ebenfalls von den Ausfällen betroffen. Nur etwa acht der Lufthansa-Flüge werden heute [2010-02-23] planmäßig von Wien aus starten. Als Grund für die Verzögerung nennt die Lufthansa Komplikationen im weltweiten Flugnetz. Nichts ist momentan wo es sein soll, so befinden sich Piloten und Maschinen an völlig anderen Orten als eigentlich vorgesehen.
Man arbeite mit größtem Engagement daran, wieder geregelte Verhältnisse einkehren zu lassen. Vor Freitag sei aber nicht mit einer Normalisierung der Flugpläne zu rechnen.
>>Lufthansa fliegt trotz Streikpause nach Notplan
Der Streik wurde auf den 8. März vertagt, was Raum für neue Verhandlungen schafft. Kern der Diskussionen sind Gehälter sowie Arbeitsbedingungen der Piloten. Auch sieht man im internationalen Billigfluggeschäft einen ernsten Konkurrenten, was ebenfalls Gegenstand der Gespräche ist.
Lufthansa-Piloten im Streik – Fakten und Hintergründe:
Die Presse, 22.02.2010: Lufthansa-Streik: “Können das wöchentlich wiederholen”
Die Presse, 22.02.2010: Die Verbraucher haben ein Recht auf Ersatz; die Lufthansa ist somit verpflichtet, ihnen für die entstandenen Unannehmlichkeiten Ersatzverbindungen zu beschaffen bzw. andernfalls zumindest ihr Geld zurückzuerstatten. Zusätzlich kümmert sich die Fluglinie um jene Passagiere, die auf den Flughäfen festsitzen.
>>Lufthansa-Streik: Was können Verbraucher tun?
Die Frage, die bleibt, ist doch eigentlich: Ist der Streik gerechtfertigt? Eine Antwort auf diese Frage ist wohl nicht leicht zu finden, u.a. schon wegen der unterschiedlichen Blickwinkel. Als Betroffener bzw. Reisender, dem der Flug gestrichen wurde, sieht man den Streik vermutlich lediglich als Behinderung, wohingegen die Piloten genaue Ziele verfolgen und sich vom Streik etwas erhoffen. Wir werden am 8. März sehen, wie es weitergeht.
Mittlerweile hat das Streiken auch auf weitere Teile Europas übergegriffen. In Frankreich beispielsweise streiken die Fluglotsen und sämtliche Flüge nach und von Griechenland sind gestrichen. Chaos pur. In Griechenland protestiert man allen voran gegen die Staatsverschuldung und appelliert and die Regierung, etwas zu unternehmen.
Zum Weiterlesen: Neue Streiks behindern Flugverkehr in Europa
Bei der Lufthansa hält man daran fest, dass bis am Freitag alles wieder planmäßig über die Bühne gehen kann und wieder normaler Flugbetrieb einkehrt.
Ähnliche Blog Beiträge
- Viele Änderungen auf dem Versicherungsmarkt Das neue Jahr brachte, wie so oft zu Beginn des Jahres, wieder einige Veränderungen insbesondere im Versicherungsbereich an den Tag. So muss man seit Januar diesen Jahres nur noch geringere...
- Viele sind zu bequem und nehmen keinen Kreditvergleich vor Selbst die Aussicht, mehrere tausend Euro bei der Baufinanzierung sparen zu können, lockt viele Kunden offensichtlich nicht hinter dem Ofen hervor. Die Experten von der Zeitschrift Finanztest haben bei ihren...