Die Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema, das seit geraumer Zeit mit medialem Druck ins Bewusstsein der Verbraucher vordringen soll. Zielgruppe sind dabei besonders junge Menschen, denn für sie steht fest, dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Derzeit steuert der Großteil der Jugendlichen unwissend auf die Altersarmut zu und kämpft mit großen Wissenslücken.
Laut einer aktuellen Befragung im Auftrag von MetallRente, bei der 2.500 Personen interviewt wurden, interessieren sich Jugendliche eher zurückhaltend für das Thema Altersvorsorge. Die 17- bis 27-Jährigen fühlen sich von der Informationsflut überfordert und können mit Begriffen wie „betriebliche Altersversorgung“ und „Riester-Rente“ nicht viel anfangen. Rente? Altersarmut? Bis dahin ist es noch eine lange Zeit. Genau dieses Denken ist aber fatal. Denn je jünger und gesünder ein Verbraucher beim Abschluss einer privaten Altersvorsorge ist, umso niedriger fallen auch die Beiträge aus.
Problematisch ist, dass viele sich des Risikos der Altersarmut bewusst sind, dennoch aber zögern. Dies hat meist nicht nur persönliche, sondern auch finanzielle Gründe. Ein Großteil der Jugendlichen kann nicht genügend für die private Altersvorsorge zurücklegen. Während 78 Prozent der Befragten Geld für die Rente beiseitelegen wollen, scheinen sich die restlichen 22 Prozent nicht für dieses Thema zu interessieren. Obwohl etwas mehr als die Hälfte der Jugendlichen regelmäßig spart, steht die Altersvorsorge als Beweggrund nur auf dem dritten Platz. An erster Stelle stehen größere Anschaffungen, gefolgt von der Vorsorge für Unvorhersehbares. Mehr als 50 Prozent der Jugendlichen gaben zwar an, dass sie gute bis sehr gute Kenntnisse in Finanzfragen haben, konnten spezielle Begriffe aber dennoch nicht mit eigenen Worten beschreiben.
Was das Vertrauen vieler Jugendlicher erschüttert hat, ist die Finanzkrise. 60 Prozent der Befragten gaben an, nicht sicher zu sein, wem sie hinsichtlich der Altersvorsorge wirklich vertrauen können. 77 Prozent würden sich besser fühlen, wenn der Staat die einzelnen Leistungen und Policen der Banken besser kontrollieren würde.
Unter Experten wird aufgrund der Unwissenheit und mangelnden Aufklärung Jugendlicher bezüglich der Altersvorsorge diskutiert, ob die Einführung eines Schulfachs mit Namen „Ökonomische Bildung“ sinnvoll ist. Die Befragung hat gezeigt, dass viele Jugendliche einem solchen Thema gegenüber nicht abgeneigt wären. Jugendforscher Klaus Hurrelmann erklärte, dass ein Großteil der Jugend die Herausforderung der privaten Altersvorsorge zwar annehme, aber auch merke, dass es an Hintergrundwissen mangelt. Das System muss sowohl für Arbeitgeber und Arbeitnehmer einfacher werden, damit die gesetzlichen Regeln durchschaut werden können.
Die Studie hat erneut gezeigt, dass großer Aufklärungsbedarf besteht. Obwohl die 17- bis 27-Jährigen sich des Risikos der Altersarmut bewusst sind und Interesse an diesem Thema haben, scheuen sie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und wissen nicht, worauf sie achten müssen. Die große Reform der Alterssicherung, die vor zehn Jahren eingeführt wurde, ist ganz offensichtlich noch nicht bei der jungen Zielgruppe angekommen. Viele wollen leben, kaufen sich teure Autos oder richten die Wohnung ein, anstatt etwas fürs Alter zur Seite zu legen. Das liegt vor allem daran, dass die Rente weit entfernt scheint und viele sich darauf verlassen, dass der Staat schon dafür sorgen wird, dass der Einzelne abgesichert ist. Die aktuelle demographische Entwicklung zeigt aber bereits jetzt, dass dem nicht so sein wird und private Vorsorge wichtiger denn je ist. Darum empfehlen wir sich die Zeit zu nehmen und einen Vergleich der Altersvorsorgen zu machen
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