Was ist Edelkupfer?
Edelkupfer ist ein Begriff, der sowohl im Schmuckgewerbe, als auch in der Finanzbranche angewendet wird. Edelkupfer wird umgangssprachlich auch Drittelgold genannt, da Produkte aus Edelkupfer zu einem Drittel aus Gold bestehen. Ursprünglich stammt der Term aus der englischen Sprache (noble copper) und wurde eingedeutscht.
Bezieht sich Edelkupfer auf Schmuck, werden damit Gegenstände bezeichnet, die lediglich zu einem Drittel aus Gold bestehen, welches einen Feinheitsgrad von 333 aufweist (Gold 333). Das entspricht acht Karat. Bei den restlichen zwei Dritteln handelt es sich dann in der Regel um Kupfer, jedoch können auch andere Metalle oder Metallmischungen dafür genutzt werden. Als Beispiele sind hier Silber, Nickel oder Kupfer zu nennen, die am häufigsten als Ersatz für das Kupfer dienen.
Während in den meisten Ländern dieser Erde Edelkupfer nicht als Gold bezeichnet werden darf, weichen die Bestimmungen in der Bundesrepublik Deutschland davon ab. Gegenstände und Schmuck aus Edelkupfer erhalten bei uns den Feingehaltsstempel „333“ und können so mit dem Prädikat „Gold“ versehen und verkauft werden. Dementsprechend selten wird der Begriff Edelkupfer hierzulande auch genutzt. Im Zuge globaler und EU-weiter Angleichungsprozesse kann man jedoch davon ausgehen, dass dieser Mindeststandard durch die international gebräuchlichere „Gold 375“ Etikettierung abgelöst wird, was einem Karat Wert von 9 entspricht.
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