Gold ist nicht nur eines der ersten Edelmetalle, die der Mensch für seine Zwecke weiterverarbeitet hat, sondern zählt zudem zu den traditionsreichsten Anlagewerten überhaupt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass größere Gold-Vorkommen in der Vergangenheit immer wieder zu Kriegen oder sogenannten Goldräuschen geführt haben, schließlich bedeutete Gold seit jeher Reichtum.
Die Zeiten haben sich zwar grundlegend geändert, sodass das gelbe Edelmetall einen großen Teil seines Status verloren hat. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei nach wie vor um eine beliebte Geldanlage, die im Gegensatz zu den meisten anderen Finanzprodukten eine recht hohe Sicherheit bietet. Insbesondere in Krisenzeiten besinnen sich die Menschen auf Gold als Geldanlage, da das Edelmetall bereits seit Menschengedenken nicht an Wert verloren hat.
Anleger sollten hierbei aber auch bedenken, dass Gold trotz seiner Beständigkeit Kursschwankungen unterliegt. Wer sein Erspartes in Gold investiert, läuft zwar nicht Gefahr, sein gesamtes Kapital zu verlieren, muss aber auch mit mitunter erheblichen Veränderungen des Goldpreises rechnen.
Im Zuge der noch immer anhaltenden weltweiten Finanzkrise hat sich mal wieder gezeigt, dass der Goldpreis in direktem Zusammenhang mit weiteren Faktoren der globalen Wirtschaft steht. Insbesondere der Dollar-Kurs scheint für die Entwicklung des Goldpreises von großer Bedeutung zu sein, denn in den vergangenen Monaten korrelieren diese beiden Werte konstant negativ miteinander. Dies bedeutet, dass ein Anstieg des Dollarkurses stets auch einen entsprechenden Preisverfall beim Gold bedeutete. Verluste des Dollars hatten daher in den vergangenen Monaten immer einen Anstieg des Goldpreises zur Folge.
Nachdem die aktuelle Finanzkrise 2007 ihren Lauf nahm, stieg der Goldpreis beständig und erreichte Anfang März 2008 erstmals die Marke von 1.000 US-Dollar. So musste man damals 1.000,45 Dollar für eine Feinunze mit 31,1 Gramm des gelben Edelmetalls bezahlen. Die dramatische Entwicklung der Weltwirtschaft bedeutete gleichzeitig aber auch einen drastischen Verfall des Dollarkurses, der sich nur äußerst langsam erholt.
Am vergangenen Montag, den 8. Februar 2010, lag der Goldpreis an der Terminbörse NYMEX bei 1.073,00 US-Dollar pro Feinunze und ist folglich weiterhin gestiegen. Zuvor war der Goldpreis innerhalb von nur zwei Handelstagen um mehr als 65,00 US-Dollar gefallen, doch im Laufe des Wochenendes fand dieser wieder zu seiner alten Stärke zurück und erreichte somit diesen soliden Wert.
Der kurzfristige Verfall des Goldpreises wurde durch die Kursgewinne des Dollars verursacht, die die Börse in der letzten Woche verzeichnete. Die Tatsache, dass sich der Dollarkurs und der Goldpreis unmittelbar beeinflussen, lässt sich recht simpel erklären, denn sobald der Dollar an Wert verliert, ziehen viele Anleger aus Verunsicherung und Angst um ihr Vermögen traditionelle Geldanlagen vor und greifen daher auf das altbewährte Gold zurück. Ein Dollarkursverfall erhöht somit die Nachfrage nach Gold, was wiederum einen Anstieg des Preises für das Edelmetall zur Folge hat.
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