Die Dresdner Bank hat im vergangenen Jahr eine Studie zum Thema Altersvorsorge in Auftrag gegeben, die im Herbst 2009 von dem renommierten Forsa-Institut durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen mehr als 800 Bundesbürger im Erwerbsalter an dieser repräsentativen Umfrage teil und gaben bereitwillig Auskunft über ihre persönlichen Maßnahmen zur Altersvorsorge.
Drei Viertel aller Befragten gaben zwar an, Rücklagen für ihr eigenes Alter zu bilden, doch die Summe dieser Beträge hat sich im vergangenen Jahr verringert. 2008 investierten rund 25 Prozent über 200 Euro monatlich in die private Altersvorsorge, 2009 waren es nur noch 18 Prozent der Befragten. Der Anteil der Personen, die weniger als 100 Euro im Monat zurücklegen, stieg dahingegen von 38 Prozent auf sage und schreibe 53 Prozent.
Die Forsa-Umfrage zeigt also deutlich, dass die Deutschen im Zuge der Finanzkrise insbesondere an ihrer Altersvorsorge sparen. Dieses Verhalten ist zwar durchaus verständlich, aber grundlegend verkehrt, denn wer heute nicht vorsorgt, dem droht später die Altersarmut. Da das deutsche Sozialversicherungssystem ausschließlich eine Grundsicherung darstellt, ist eine zusätzliche, private Altersvorsorge unbedingt ratsam.
Die Umfrage des Forsa-Instituts zeigte aber auch, dass diese Entwicklung nicht ausschließlich geringeren, finanziellen Mitteln zuzuschreiben ist. Auf die Frage hin, was sie mit zusätzlichen 100 Euro im Monat machen würden, antworteten lediglich 36 Prozent der Befragten, dass sie dieses Geld für ihre private Altersvorsorge ausgeben würden. Noch ein Jahr zuvor hätten noch etwa 45 Prozent, also knapp die Hälfte aller Umfrage-Teilnehmer, das Geld in die Altersvorsorge investiert.
Die aktuelle Forsa-Umfrage zeigt demnach, dass die Deutschen immer weniger Geld in ihre Altersvorsorge stecken und die ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel lieber für andere Dinge ausgeben.
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