Ein Saisonkredit ist ein Kredit, der im Vorhinein nicht in seiner Höhe limitiert ist (= Blankokredit) und Unternehmen (vor allem saisonal arbeitende) in schwierigen finanziellen Zeiten unterstützt. Er unterscheidet sich vom normalen Kredit vor allem in seiner Laufzeit, die hier meist zwischen 3 und 9 Monaten liegt, während beim normalen Bankkredit eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten vorgesehen ist. Außerdem werden beim Saisonkredit die Höhe der monatlichen Raten und die Zinsen genau festgelegt.
Wie bereits erwähnt, wird diese Form des Kredits häufig bei Betrieben, die einen gewissen Saisonrhythmus berücksichtigen müssen, angewandt. Wenn zum Beispiel ein Hüttenwirt in Schladming weiß, dass er in den Monaten von Dezember bis Februar den größten Umsatz an Getränken und Speisen macht, so nimmt er sich einen Saisonkredit um die erforderlichen Handelswaren zur Verfügung stellen zu können. Am Ende der Laufzeit sollte der Betrieb soviel Umsatz erwirtschaftet haben, dass er den Kredit zurückzahlen kann. Diese spezielle Form des Kredits wird häufig auch noch landwirtschaftlichen Betrieben gewährt.
Prinzipiell haftet bei der nicht fristgerechten Rückzahlung nur das Vermögen des Schuldners. Da es aber vor allem durch klimabedingte Probleme (zB bei Unwetter, gesamter Anbau des Landwirts unbrauchbar, oder kein Schnee Hüttenbesucher bleiben aus) häufig Schwierigkeiten mit der Rückzahlung gibt, werden von den Banken jetzt vermehrt Sicherheiten wie Bürgschaften oder Hypotheken auf Grundstücke gefordert.